Meine Lippen-Routine

Während ich meinen Lippen früher nie Farbe gegeben habe und allerhöchstens mal einen leicht farbigen Lippenpflegestift aufgetragen habe, verlasse ich heute niemals das Haus ohne Lippenstift auf den Lippen. Ob matt oder glänzend, knallig oder dezent ich liebe es meine Lippen zu betonen. Und wieso mache ich das? Weil es der schnellste Weg ist sein Make-Up aufzuwerten, auch wenn man es mal eilig hat und nur etwas Mascara geschafft hat. Doch besonders bei matten und knalligen Texturen ist es umso wichtiger die Lippen davor vorzubereiten, um der Farbe anschließend eine ebenmäßige und glatte Oberfläche zu bieten. Deshalb möchte ich euch in diesem Beitrag meine aktuelle Lippen-Routine vorstellen:

1. Peeling

Als aller erstes ist es wichtig, eine glatte Oberfläche zu bekommen. Denn wer möchte schon lästige Hautschüppchen auf den Lippen haben, die durch die Farbe zusätzlich verstärkt werden? Also ich nicht ;) Dabei verwende ich entweder gekaufte Lippenpeelings oder mische mir selbst ganz günstig eins zusammen. Für mein Honig-Zucker-Peeling mische ich Honig und Zucker zu gleichen Teilen (wahlweise in einem kleinen Döschen) und mische es kräftig durch, solange bis der Zucker gleichmäßig im Honig verteilt ist. Anschließend trage ich die dabei entstandene Paste gleichmäßig auf die Lippen auf und rubbele so sanft die Haut ab. Wenn sich der Zucker durch die Reibung vollständig aufgelöst hat, lasse ich den Honig noch kurz einwirken und wasche es dann ab oder schlecke es ab ;) Der Honig schmeckt nicht nur lecker sondern dient hier als Pflege-Booster für geschmeidige Lippen.

2. Primer

Auch wenn die Lippen gerade durch den Honig schon weich gepflegt wurden, trage ich trotzdem noch einen Primer auf. Besonders vor ultra matten Texturen, wie z.B. bei Liquid Lipsticks ist es wichtig eine dünne Pflegeschicht aufzutragen. Der Primer sorgt hier für vollere, gleichmäßigere Lippen und verhindert ein Trockenheitsgefühl während dem Tragen eines matten Lippenstiftes. Ihr könnt dafür spezielle Lippen-Primer hernehmen oder auch einen ganz normalen Lippenpflegestift, der (ganz wichtig!) nicht zu fettend wirkt. Ich nehme dafür gerne einen von EOS her.

3. Lipliner

Im dritten Schritt kommt ein Lipliner zum Einsatz. Ich habe Lipliner jahrelang unterschätzt und erst vor gar nicht so langer Zeit angefangen, sie zu benutzen. Sie erleichtern nicht nur den Auftrag des Lippenstiftes sondern verhindern auch das Auslaufen der Farbe. Dabei muss der Lipliner nicht Ton-In-Ton zum Lippenstift passen, allerdings sollte er schon eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Dabei fange ich immer mit dem Lippenherz an, das ich komplett anmale und dann weiter zu den Lippenrändern gehe. Weil es zu den Lippenrändern immer schmaler wird, male ich auch hier komplett mit Farbe vor, damit ich später mit dem Lippenstift nicht mehr viel machen muss. Denn ein Lipliner ist einfach präziser als ein Lippenstift.

Wenn ich mal wirklich keinen passenden Lipliner zur Hand habe, nehme ich einfach einen durchsichtigen Lipliner. Die wachsartige Konistenz umrahmt die Lippen unsichtbar und verhindert auch so ein Auslaufen der Farbe.

4. Lippenstift

Wenn ich mir vorstelle, wie schnell meine Lippenstiftsammlung explodiert ist, nachdem ich meine Vorliebe für farbige Lippen entdeckt habe, könnte mir schon fast schlecht werden. Ich habe nahezu jedes Finish und fast jede zumindest mehr oder weniger alltagstaugliche Farbe. Zurzeit fahre ich total auf supermatte, langanhaltende Liquid Lipsticks ab! Und genau für diese matten Texturen, sind die davor genannten Schritte (vorallem Schritt 1 und 2) sehr wichtig. Denn matte Farben sehen nur auf gepflegten, glatten Lippen wirklich makellos aus. Nachdem ich nach Schritt 3 mit dem Lipliner schon gute Vorarbeit geleistet habe, muss ich nur noch den Rest der Lippen ausmalen. Dabei achte ich bei flüssigen Konsistenzen stets darauf, dass ich nicht zu viel Farbe auf dem Applikator habe, um die Farbe präzise und gleichmäßig aufzutragen. Ich fange am Lippenbogen an und gehe dann sanft zu den Mundwinkeln über.

Und schon sind meine Lippen fertig und bereit aufzufallen! Naja „schon“ ist vielleicht etwas unpassend ausgedrückt, da wir ja hier von 4 etwas längeren Schritten reden. Aber wenn man das jeden Tag macht kommt man schnell in Übung und ist recht zügig fertig!

 

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