Über NRW nach Holland – Wieso ich so lange abwesend war

Mein letzter Beitrag ist schon eine gefühlte Ewigkeit her und mein schlechtes Gewissen plagt mich schon wochenlang. Grund dafür war eine sehr spontane Reise, die ich eine Woche vor Reiseantritt geplant habe. So war keine Zeit irgendwelche Beiträge oder ähnliches vorzubereiten, aber genau solche spontanen Aktionen sind eben die Besten. Falls ihr mir auf Instagram oder Facebook folgt habt ihr vielleicht mitbekommen wohin meine Reise ging: Los ging es in Köln, dann bin ich anschließend nach Düsseldorf und schließlich noch nach Holland, wo ich eine „kleine Runde“ gedreht habe. Sonst geht es in meinem Blog ausschließlich um Beauty, aber heute würde ich euch gerne ein paar Eindrücke meiner Reise zeigen, die so spontan und deshalb so toll für mich gewesen ist.

In erster Linie sollte ich euch sagen, wie es zu dieser Reise gekommen ist. Ich bin dieses Jahr überhaupt nicht im Urlaub gewesen, ich bin käseweiß und habe den kompletten Sommer über viel von Zuhause aus gearbeitet. Mein Leben war so monoton und langweilig, ich wurde lediglich von der Langeweile runtergedrückt und jeder Tag war unerträglich lang. Viele meiner Freunde beneiden mein „chilliges Studentenleben“ aber zu viel Freizeit ist nun mal auch nicht gut, auch wenn das jetzt blöd klingt. Mir geht es zumindest so.

Also bin ich losgezogen und habe mir Städte ausgesucht, die ich bisher noch nicht gesehen habe und bei denen Freunde von mir wohnen, um die auch mal wieder zu sehen. Außerdem wissen Einheimische die ganzen Geheimtipps, die in keinem Reiseführer stehen. Man möchte ja etwas von der einheimischen Kultur mitbekommen. Eine neue einheimische Kultur habe ich in meinem Fall zwar nicht erwartet, weil mein erster Halt Köln war und die Stadt bekanntlich in Deutschland liegt ;).

Aber ich muss zugeben, dass ich sofort eines Besseren belehrt wurde: Deutschland ist zwar ein Land, aber die verschiedenen Ecken unterscheiden sich so sehr, wie ich es nie gedacht hätte. Wer in München aufgewachsen ist, hat nicht allzu viel Freundlichkeit von Fremden erfahren, genauso wenig ist unter der Woche abends etwas los auf den Straßen. Teure Mietpreise und viele Snobs (Stichwort Schickeria) haben München zu einer Stadt werden lassen, die für Außenstehende oft als snobig und unfreundlich gesehen wird. Trotzdem liebe ich München und bin froh hier zu wohnen – nicht falsch verstehen, liebe Münchner ;)

Nach 4,5 Stunden Zugfahrt mit dem ICE bin ich zuerst in Köln angekommen. Wie ich es mir schon fast gedacht hatte, ist Köln eine wirklich lebhafte Stadt, in der selbst unter der Woche abends was los ist. Am Zülpicher Platz kann man abends die ganze Straße entlang viele junge Leute in den Bars und Clubs antreffen. Das hat mich als ‚Münchner Landei‘ schon beeindruckt… Am nächsten Tag war ich noch richtig fett shoppen und habe den Kölner Dom besucht, weil ich mir dachte ein bisschen ‚Touri‘ muss ich schon sein.

 

Kölner Dom

Köln Innenstadt

 

Nach zwei Übernachtungen ging es ab nach Düsseldorf. Auch wenn Köln und Düsseldorf nur ein halbe Stunde Zugfahrt voneinander entfernt sind, unterscheiden sich die beiden Städte sehr voneinander. Während es in Köln ziemlich locker zugeht, ist es in Düsseldorf etwas zurückhaltender. Schon am Hauptbahnhof kamen mir gut angezogene Leute entgegen, die das schicke Flair der Innenstadt betonen. Natürlich bin ich auch an der berüchtigten Königsallee vorbeigelaufen und war sehr beeindruckt davon.

 

Düsseldorf Königsallee

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Abends habe ich im Restaurant What’s Beef einen Burger gegessen und zum ersten Mal in meinem Leben einen Freakshake bestellt. Ich muss ja sagen, dass ich ein Mensch bin der sehr viel essen kann, aber an dem Abend bin selbst ich an meine Grenzen gestoßen. Ich hätte mir nicht davor noch einen Burger reinhauen sollen, vielleicht hätte ich dann mehr von dieser Zuckerexplosion vertragen. Mein Magen hat noch den ganzen restlichen Abend hart kämpfen müssen… Aber schön zum Ansehen war er allemal:

 

Freakshake

 

Die darauffolgende Nacht war die letzte, die ich in einer Wohnung verbracht habe, denn ab da ging meine Reise in einem Wohnmobil weiter. Erster Halt war Callantsoog, ein kleiner Ort direkt am Strand Hollands. Das kleine Dorf sieht wirklich zauberhaft aus und die frische Meeresbrise dazu rundeten den perfekten Moment für mich ab. Auch wenn das Wetter nicht immer das beste war…

 

Callantsoog

Callantsoog Beach

Callantsoog Beach

 

Typisches Essen in Holland sind Pommes bzw. Frietjes wie sie in Holland heißen. Das war überhaupt kein Problem für mich und so habe ich mich fast nur davon ernährt :D

 

Pommes

 

Es ging weiter zu einer größeren Stadt namens Alkmaar, die mir wirklich am allerbesten von allen besuchten Städten meiner Reise gefallen hat. Die Architektur in Holland ist generell ziemlich neu für mich, da die Häuser komplett mit schmalen Backsteinen verkleidet werden.

 

Alkmaar

 

Alkmaar

 

In Holland gibt es viele alte Windmühlen, in denen sogar Menschen wohnen. Das stelle ich mir wirklich traumhaft vor…

 

Alkmaar Windmühle

 

Zum Essen habe ich mir dort etwas bei einem netten italienischen Restaurant gegönnt, mal als Abwechslung zu den Pommes.

 

Italian Food

 

Die nächste Station war dann die Hauptstadt Amsterdam. Von Amsterdam habe ich schon viele Geschichten gehört, die sich mit den folgenden Worten zusammenfassen lassen: viele Fahrräder, viel Gewässer, Marihuana-Konsum und daher noch viel mehr Touristen. Und genau das kann ich nach meinem Aufenthalt dort auch bestätigen. Besonders die Unmengen an Fahrrädern, die da rumfahren ist wirklich unglaublich (- nervig). Man hat als Füßgänger mehr Angst von einem Fahrrad als von einem Auto angefahren zu werden. An sich fand ich Amsterdam ziemlich beeindruckend, aber auch ziemlich voll und schmutzig. Da fand ich das kleiner Städtchen Alkmaar tausend mal schöner.

 

Amsterdam

Amsterdam

 

Überall gab es diese unglaublich leckeren Waffeln, da musste ich natürlich zuschlagen.

 

Schokowaffel mit Erdbeeren

 

Danach ging es auch schon wieder Richtung Deutschland zurück, weil ich vergangenes Wochenende auf der Beauty-Forum-Messe in München arbeiten musste. Ich wollte am liebsten viel länger bleiben, weil mir Holland wirklich gut gefallen hat. Die Menschen dort sind nett und freundlich, die flache Landschaft durch die sich viel Gewässer durchzieht, ist wirklich schön zum Ansehen. Und nicht zu vergessen die zahlreichen Windmühlen, die die perfekte Idylle abrunden.

Ich hoffe ich verzeiht mir meine Abwesenheit und seid ab jetzt wieder dabei, wenn ich wieder regelmäßig Beiträge poste. Ich habe gaaaanz viele Pakete Zuhause, die alle darauf warten getestet zu werden. Das bedeutet eine  Menge Arbeit für mich, aber ich freue mich schon sehr darauf!

 

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